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Medien und Sonstiges

Vera F. Birkenbihl

Stroh im Kopf?

Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer

ISBN-13: 978-3868824452
Verlag: mvg Verlag; Auflage: 52. (11. Januar 2013)
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)

 

Eigentlich hatte ich mich auf dieses Buch schon gefreut. – Ich hatte schon häufiger von Frau Birkenbihl und ihren Methoden gehört … das Buch müsste doch schnell rezensiert sein.

Das Vorwort – ist ja nur eine Einleitung, darauf muss man nicht so viel geben. Zumindest wusste ich danach, welche Bücher ich noch käuflich erwerben kann und wie genial diese Werke alle sind…

Nun aber endlich zu diesem Buch:
Blöderweise komme ich nur abends zum lesen, wenn ich nicht mehr ganz fit bin – vielleicht war ich deshalb von der Aufmachung etwas überfordert. Doch sobald ich das Buch aufschlug wurde ich schon nervös… obwohl ich eigentlich zur ruhigen Sorte Mensch gehöre. Es schauten mich Seiten an, übersät  mit Fettdruck – GROSSBUCHSTABEN – kursiver Text – (Klammern) - *Sterne = Fußnoten.

Doch sicher hat das seine Daseinsberechtigung; wenn man Frau Birkenbihl in einem Video erlebt hat, weiß man: das muss so sein! Mit jedem Satz, den man liest, hört man sie sprechen.

Habe ich mich mit diesem Umstand abgefunden, stehe ich vor der nächsten Hürde: dieses Buch muss nicht fortlaufend gelesen werden – ich darf es mir in „Module“ einteilen… doch, wo fange ich jetzt an? Lese ich wirklich nicht im nächsten Kapitel weiter, ja aber wo dann? – Ich bin zu bequem: ich lese einfach fortlaufend weiter.

Jetzt werde ich mich doch endlich dem Inhalt widmen können, dachte ich. Doch in dieser Hinsicht hält Frau Birkenbihl, was sie verspricht: sie (und ihre Ideen) sind alles andere als stromlinienförmig!

Wenn man denkt, man könnte sich in ein Eck legen und sich von dem Buch mit guten Ratschlägen berieseln lassen – kennt man Frau Birkenbihl nicht: aufstehen – Blatt holen: schreiben, zeichnen, ankreuzen! Und wehe man hat dazu keine Lust – dann ist man selbst schuld, wenn der Ratgeber nichts bringt! … Wahrscheinlich hat sie ja auch noch Recht.

Trotzdem widersetze ich mich allen Anweisungen, blende die verschiedenen Schreibweisen aus, springe nicht von Seite 23 auf Seite 43, ignoriere alle Querverweise, mir ist auch egal welches Thema nun besser zum momentanen passen würde als das folgende…. Und endlich kann ich mich auf die Inhalte konzentrieren.

Überlege mir immer wieder das Buch auch meinen Kindern zum Lesen zu geben – sie werden Frau Birkenbihl lieben: Endlich ist da jemand, der versteht, dass man das Schulsystem nur hassen kann und Vokabeln pauken sinnlos ist.

Sie stellt gerne provozierende Thesen auf, doch ich kann sie irgendwo nachvollziehen und es macht mich neugierig, ob es auch umsetzbar ist. Zumindest findet sie für alles eine wissenschaftliche Begründung.

Gerne möchte ich glauben, dass ich „alles“ erreichen kann, durch die Vorstellung ein anderer, besserer zu sein…
Oh wie schön, durch die Birkenbihl-Methode kann ich: schlau werden, besser malen oder auch lernen, Vorträge halten…

Nach der Hälfte des Buches komme ich wirklich zügig voran. Die wissenschaftlichen Zusammenhänge erklärt sie absolut so„ dass sie auch ein Dreijähriger verstehen kann“.

Spätestens bei den 10 Regeln fürs Lernen bin ich mir wieder sicher, dass ich das Buch doch meinen Kindern in die Hand drücken werde. Meine Begeisterung wächst.

Es gibt fast kein Thema zu dem keine hilfreichen Tipps gegeben werden können

Die Auszüge aus ihrem Forum decken weitere Bereiche ab… und dann – warum auch immer (!?!) taucht auf einmal das Thema ADHS auf – und stoppt die Euphorie. Hier hätte man gerne Frau Birkenbihl etwas von unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen weitergeben, doch das geht ja leider nicht mehr. Es werden ein paar Uralt-ADHS-Mythen verbreitet… Oh ja, na klar: wenigstens helfen die Birkenbihl-Maßnahmen gegen Aufmerksamkeitsprobleme!?

Hier schließt sich der Kreis. Welche genialen Birkenbihl-Werke wurden mir im Vorwort empfohlen? Naja, die DVDs habe ich noch zu Hause liegen. Die schaue ich mir bis zur nächsten Ausgabe der neue AKZENTE an…

Vera-Ines Schüpferling

neue AKZENTE Nr. 98, 2/2014

 

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