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Für Eltern, Pädagogen und Therapeuten

Frölich, Döpfner, Banaschewski

ADHS in Schule und Unterricht

Pädagogisch-didaktische Ansätze im Rahmen des multimodalen Behandlungskonzepts (Lehren und Lernen)

ISBN: 978-3170213364
Verlag: Kohlhammer (November 2014)
Preis: 22,99 €

Frölich, Döpfner und Banaschewski beginnen in ihrem Buch mit einer Einordnung von ADHS hinsichtlich Klassifikation und Diagnostik. Dabei nehmen sie immer wieder Bezug auf die Entwicklungsstufen von Kindern und Jugendlichen. Am Ende der Unterkapitel geben sie häufig explizit kurze, teilweise leider zu kurze Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis. Nach dieser gut lesbaren Einführung in die Thematik beschreiben die Autoren Ursachen und Entwicklungen von ADHS. Auch hier wird, wenn auch nur beiläufig, der Bezug zur schulischen Praxis deutlich. Zwar gibt es wiederum an manchen Stellen kurze und deutliche Schlussfolgerungen, jedoch stehen die bisherige Forschung bzw. Befunde sowie Erklärungsmodelle im Vordergrund.

Als Grundlage für ein Verständnis der komplexen biologischen und psychosozialen Faktoren hat dies sicher Berechtigung, allerdings wäre es wünschenswert, wenn häufiger konkrete Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer beschrieben wären. Die Diagnostik von ADHS wird sehr klar und prägnant beschrieben, z. B. anhand eines Ablaufs von diagnostischen Abklärungen oder durch das Veranschaulichen anhand von Fragebögen.

Nach diesen Grundlagen und Hinführungen zum Thema ADHS widmen sich die Autoren der Behandlung von ADHS und Interventionskonzepten. Dies geschieht mit direktem Bezug zu Schule und Unterricht. Es wird klar und deutlich aufgezeigt, wie Pädagoginnen und Pädagogen praktisch vorgehen sollten, meist auch auf den Verweis von Expertinnen und Experten. Insbesondere in den Kapiteln fünf und sechs werden konkrete Vorschläge und klare Handlungsempfehlungen für die schulischen Akteure genannt, um Kindern und Jugendlichen mit ADHS konstruktiv begegnen zu können. Dabei steht das Verhalten der Lehrkräfte im Vordergrund, aber es wird auch beschrieben, wie es gelingen kann, die Erziehungsberechtigten mit einzubeziehen.

Es ist dem Buch anzumerken, dass es durch viele Erfahrungen mit Lehrkräften, Schule und Unterricht entstanden ist. Hervorzuheben ist: Viele der Vorschläge und Handlungsempfehlungen benötigen wenig Zeit und Aufwand, können aber sowohl für Schüler/innen als auch für Lehrkräfte den Schulalltag erleichtern.

Simone Fleischmann Präsidentin BLLV e. V.
neue AKZENTE Nr. 101 / 2015

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