Studien

Emotionsverarbeitung und Lernprozesse im jugendlichen Gehirn

Etwa 4% aller Kinder und Jugendlichen haben die Diagnose einer Aufmerk-samkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS), ca. 3% aller Kinder und Ju-gendlichen sind von einer Störung des Sozialverhaltens (CD) betroffen. For-schungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass Betroffene mit einer ADHS und/oder CD dysfunktionales Verhalten trotz negativer Konsequenzen länger beibehalten als Gesunde und soziale Situationen häufiger falsch bewerten. Dies deutet auf Störungen in der Verarbeitung und Regulation von Emotionen hin, sowie auf Probleme aus den Folgen von Handlungen (Belohnung, Bestrafung) zu lernen. Die Ergebnisse aus den bildgebenden Studien ergaben erste Hinweise auf eine Dysfunktion des meso-corticolimbischen Systems, lassen aber viele Fragen offen.

Mithilfe dieser Studie soll unser Verständnis der Funktion und möglichen Pathologie des meso-corticolimbischen Systems sowie der Einflüsse, die Umweltaktoren hierauf haben, vertieft werden. Dazu werden betroffene Jungen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren untersucht und detaillierte verhaltensbezogene, psychiatrische, neuropsychologische, neurophysiologische und genetische Untersuchungen vorgenommen. Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie hier.

Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Judith Buse
E-Mail: Judith.Buse@uniklinikum-dresden.de
Tel. +49 (0)351 458-7168

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